Donnerstag, 12. April 2018

553) Rosengarten und Paradies


Eigentlich wollten wir ja gestern nur einen Bankomaten, einen Conad und eine Tankstelle aufsuchen. Es wurde dann ein bisschen mehr - was sich ohne Zweifel gelohnt hat.

Beim Eingang zur Basilika Santa Maria degli Angeli trafen wir auf den gleichen Soldaten wie vor einem Jahr. Er sagte uns, dass die ausländischen Touristen gegenüber den Kontrollen, die gemacht würden, viel offener seien als die Italiener. Ich denke, das wäre bei uns auch so. Wenn das Militär für die Sicherheit an einem Wallfahrtsort aufkommen muss, ist das schon nicht so leicht zu verstehen.

Zum Rosengarten kommt man, wenn man an der Portiunkola und der Transitkapelle vorbei in die Sakristei geht. Von dieser aus geht es in den Rosengarten.



Eine Legende erzählt, dass Franziskus hier einmal in Wintertagen vom Teufel versucht worden sei. In seiner Not habe er sich nackt ausgezogen und in das Dornengestrüpp geworfen, um so der Versuchung Herr zu werden. Plötzlich sei ein helles Licht erschienen und das Rosengestrüpp habe mitten im Winter weiße und rote Blüten getragen und die Dornen seien abgefallen.

Noch heute tragen die Rosen im Garten keine Dornen.

Gegenüber des Rosengartens befindet sich eine Abbildung der Krippe von Greccio. Im Jahre 1223 erwählte Franz von Assisi das bescheidene, an einem Berghang am Rande des breiten Rietitals gelegene Dorf Greccio um die Geburt des Erlösers zu verlebendigen. Die Figuren der abgebildeten Krippe sind nicht lebendig - mit einer Ausnahme. Die weisse Taube fühlt sich offensichtlich ganz wie zu Hause bei Lamm, Ochs und Esel.


Auf unserem gestrigen Rundgang fand ich noch zwei andere Krippen.



Langsam aber sicher ging es der Schliessungszeit entgegen. Nur noch knapp blieb Zeit, die letzten Eindrücke mitzunehmen.

Nach dem profanen Alltäglichen spazierten wir zum "dritten Paradies". Der Tescio führte auffallend viel Wasser.

Als wir im Paradies angekommen waren, fing es an zu regnen. Wir wählten deshalb den gleichen Rück- wie Hinweg. Beide Wege machten wir übrigens plaudernd mit einer Chilenin.

Unterwegs fotografierte ich noch den "Frühling.

Mit dem typischen Aprilwetter zeigte er sich gestern von seiner besten Seite. :-)

Im  FAI-Negozio  kauften wir noch die letzte Pistoletto-Espressotasse.



Übrigens: Seit gestern gastiert auf unserem Campingplatz ein Rotel. Das sieht so aus:


Nun bin ich am Überlegen, ob mir so etwas gefallen würde. :-)


Mit lieben Grüssen
Barbara