Donnerstag, 1. März 2018

535) In den Scavi von Pompei




Im Jahre 79 wurde Pompeji bei einem Vesuv Ausbruch verschüttet. Ende des 18. Jahrhunderts wurden die untergegangene Stadt zufällig wiederentdeckt. 44 Hektar der ca. 66 Hektar grossen Stadt wurden seitdem ausgegraben.
 


Gestern besuchten wir die grösste Stadtruine der Welt zum dritten Mal. Dazu die Beitrage im Reisetagebuch:

Pompei im Herbst 1995

Scavi di Pompei




Unsere ersten beiden Besuche fanden bei Sonne und angenehmen Temperaturen statt. Gestern war es grau und es gab fast Minusgrade (so fühlte ich es zumindest).

Auf dem Vesuv gibt es immer noch bis weit nach unten Schnee.




Auch die Lattari-Berge waren schneebedeckt.


Wie wärmend wäre da ein Bad in heissen Thermen gewesen.



Übrigens: Die Thermen konnten wir bei unserem gestrigen Besuch das erste Mal begehen.



Dafür waren andere Bereiche nicht mehr zugänglich. Vieles war hinter Gerüsten und Abdeckungen "versteckt", denn die bereits ausgegrabene Stadt ist gefährdet. Viele Gebäude sind in einem schlechten Zustand, einige sind in den Jahren seit unserem ersten Besuch sogar in sich zusammengefallen.



Was Witterung und Zeit nicht schaffen, tun die Vandalen. So wurde im Januar 2018 ein Fresko beschädigt.

Nuovo atto vandalico negli scavi

Auf dem Fresko waren Bacco und Arianna zu sehen.
Wer wohl diese Götter oder Personen sind?



Da es gestern keine Fotos mit blauem Himmel geben konnte, konzentrierte ich (Barbara) mich auf Details: Gesichter, Tiere, Männer und Details.





Auch meine letzten beiden "Parole del giorno" fand ich in der Ausgrabungsstätte il vigneto und il croce - und beides auf einem Bild.



In der Nähe des Ausgangs findet sich ein Besucherzentrum mit Buchshop, kleinem Museum und Info-Sälen.



Ich schliesse meinen heutigen Beitrag mit einem Zitat Marc Twains:

"Es war ein wunderlicher und seltsamer Zeitvertreib, durch diese alte, schweigende Stadt der Toten zu wandern – durch völlig verlassene Straßen zu schlendern, wo einst Tausende menschlicher Wesen einkauften und verkauften, liefen und fuhren und den Ort vom Lärm und Wirrwarr des Verkehrs und der Belustigungen widerhallen liessen."



Diesem Worten können wir uns voll und ganz anschliessen. Nur das mit den "verlassenen Strassen" ist nicht mehr ganz so.



Barbara und Hans