Samstag, 20. Juni 2015

Lange gesucht - endlich gefunden


Vorgestern besuchten wir Montescudo, ein typisch romagnolisches Hügeldorf. Montescudo liegt etwa 16 km von Rimini entfernt in der gleichnamigen Provinz. Montescudo grenzt direkt an San Marino und an die Marken. Diese Grenzen mit einem anderen Staat und einer anderen Region waren es aber nicht, die Montescudo zu unserem Ausflugsziel werden liessen.



Auf den wirklichen Grund komme ich später zu sprechen.


Montescudo hat mehrere Ortsteile, von denen ich Albereto besonders erwähnen möchte. Rund um das "Castello Albereto" befindet sich ein wirklich schönes Fleckchen Erde, von dem man aus eine wunderbare Aussicht auf die Romagna, die Adria und San Marino hat.



Die einzigen Lebewesen, die wir in Albereto zu sehen bekamen, waren zwei Katzen.


Gerade deswegen hat es uns wohl so sehr gefallen.


In Montescudo selbst machten wir uns auf die Suche nach dem Theater. Beor wir fündig wurden, entdeckten wir eine "ghiacciaia" (Eiskeller) aus dem Mittelalter. 




Das Theater befand sich auf dem Platz der Gemeinde (Türe rechts).




Der Name dieses Theaters war der Grund für unseren Ausflug nach Montescudo. "Rosaspina" ist im Italienischen nicht nur die Übersetzung für "Dornröschen", sondern auch ein Geschlechtsname. So gab es beispielsweise in Montescudo einen Francesco Rasaspina  (Montescudo 1762 – Bologna 1841), der ein berühmter Graveur und Maler war. Ihm ist das Theater in Montescudo gewidmet. Das "Teatro di Rosaspina" kann somit als Dornröschen-Theater durchgehen und mein Sonntagsrätsel bekommt nun endlich sein langgesuchtes "Dornröschen".

Barbara