Freitag, 5. Juni 2015

441) ET IN TERRA PAX HOMNIBUS


Gestern besuchten wir den 64 ha grossen alten Wald des heiligen Franziskus. Unsere Wanderung begann bei der Basilika San Francesco, führte durch den Franzikus-Forst, über bewaldete Flächen und bestellte Felder, durch Lichtungen und Olivenhaine.



PS: Zum Wald von Franziskus gibt es ein Picasa-Webalbum mit den Fotos von Hans.
Auf der Seite vo FAI (Fondo Ambiente Italiano) wird der Spaziergang als eine echte innere Reise und als neue Form des Pilgerns im 3. Jahrtausend beschrieben. Das ist nicht übertrieben.
Der Spaziergang zeichnet durch Begegnungen mit der eigenen Seele, 



der Geschichte,


der Natur

und Kunst aus.


Besonders beeindrucken kann die Verbindung von Natur und Kunst im "dritten Paradies". 

 
„Das Dritte Paradies ist die neue Welt. Das Symbol des Dritten Paradieses eint die menschliche Gesellschaft.“

Michelangelo Pistoletto

 
„Das Dritte Paradies“ von Michelangelo Pistoletto ist ein aus drei Kreisen bestehendes neues Zeichen der Unendlichkeit, das der Künstler erstmals 2005  auf der 51. Biennale in Venedig und  2009 in Zusammenarbeit mit der Rock-Sängerin Gianni Nannini in Mailand in der  Galerie bunKerart präsentierte.
"Das dritte Paradies" begann ab 2010
im Wald des Heiligen Franziskus, dessen Schicksals sich die italienische Umweltschutzstiftung FAI angenommen hat, zu wachsen. Olivenbäume formen hier die Kreise des Unendlichen in einem  Land Art-Werk. Mit einem Ochsengespann wurde die Erde gepflügt und die Pflänzchen, die den Frieden bringen sollen, gesetzt. 

Noch einmal Michelangelo Pistoletto:

"Die Menschheit hat zwei Paradiese erlebt: Das erste, indem sie sich total in die Natur einfügte; das zweite, indem sie in eine eigene künstliche Welt expandierte, welche solange wuchs, bis sie in Konflikt mit der natürlichen Welt geriet. Nun ist es Zeit, mit der dritten Stufe zu beginnen, in der die Menschheit Natur und Artefakt versöhnt und vereint, und eine neue Balance auf jeder Ebene und in jedem Bereich der Gesellschaft kreiert: Ein evolutionärer Schritt, in dem die menschliche Intelligenz einen Weg findet, harmonisch mit der Intelligenz der Natur zu leben."

Zu diesen Bereichen der Gesellschaft gehören auch die Religionen, deren Ziel es sein sollte, friedlich miteinander  zu leben. 



ET IN TERRA PAX HOMNIBUS !

FRIEDE AUF ERDEN UND ALLEN EIN WOHLGEFALLEN!

"Wenn alle akzeptieren könnten, dass der menschliche Geist verschiedene Meinungen, Ansichten, Vorstellungen, Anschauungen und Glauben hervorbringt, von denen alle, die eine menschliche Gesellschaft befördern, richtig sind, dann wäre das "dritte Paradies" nicht weit."

Barbara SMILE