Sonntag, 14. Dezember 2014

397) Advent in der Einsiedelei


Seit  vielen Jahren gehört es schon zur Tradition, in der Adventszeit die Einsiedelei mit Kerzen und Teelichtern zu schmücken. Die Lichter befinden sich auf Bänken, am Wegrand, auf Geländern, in Felschnischen, auf Steinen im Verenabach - einfach überall.




Die Schlucht wird zu einer Märchenort, wie er schöner nicht sein könnte. In jeder Felsnische ist eine kleine Traum-Welt zu entdecken.




Gestern, als wird durch die Schlucht spazierten, hatte es nicht wenig Leute. Einige spazierten und staunten, andere stellten Kerzen auf; eine Gruppe sang Adventslieder. Etwas Erstaunliches war zu erleben: Praktisch alle Leute grüssten freundlich, einige gönnten einem sogar ein Wort. So auch Schwester Benedikta, die Seit Sommer 2014 in der Einsiedei lebt. Sie ist die zweite Einsiedlerin nach Schwester Verena.




Mit dem Aufsammeln der Aluschälchen hat Schwester Benedicta v.a. um die Weihnachtszeit viel zu tun. Da ist sie auf Helferinnen und Helfer angewiesen.

Ich denke, solange die Entsorgung klappt, kann der schöne Brauch aufrecht erhalten werden.
Es muss einfach klappen. :-)

Was ist dagegen einzuwenden, auch einmal beim Einsammeln zu helfen? Nichts, oder?




Ich schliesse meinen heutigen Beitrag mit einem Gedicht von Heinrich Theodor Fontane:

Verse zum Advent

Noch ist Herbst nicht ganz entflohn,
Aber als Knecht Ruprecht schon
Kommt der Winter hergeschritten,
Und alsbald aus Schnees Mitten
Klingt des Schlittenglöckleins Ton.


Und was jüngst noch, fern und nah,
Bunt auf uns herniedersah,
Weiss sind Türme, Dächer, Zweige,
Und das Jahr geht auf die Neige,
Und das schönste Fest ist da.


Tag du der Geburt des Herrn,
Heute bist du uns noch fern,
Aber Tannen, Engel, Fahnen
Lassen uns den Tag schon ahnen,
Und wir sehen schon den Stern.