Montag, 18. August 2014

387) San Leo


Text: Wikipedia

San Leo ist ein italienischer Ort mit 2970 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2012) in der Region Emilia-Romagna.




Der Ort erhielt seinen Namen nach dem von jenseits der Adria gekommenen Bischof Leo, der im Jahre 360 starb (sein Fest wird am 1. August gefeiert):

Bischof Leo soll hier das Christentum gepredigt haben. Der Deckel seines Steinsarkophages befindet sich heute im Dom.

Die wichtigsten sakralen Gebäude sind die auch als Basilika bezeichnete Pfarrkirche „La Pieve” aus dem 9. Jahrhundert und die etwas erhöht gegenüber stehende, grössere Kathedrale San Leone aus dem 12. Jahrhundert.


Beide Kirchen erreicht man nach einem Stadttor und dem Hauptplatz mit drei Palästen. Die von drei Apsiden bestimmte Rückfassade der Pieve wird durch Lisenen und Blendbögen bestimmt, welche auch die Längsseite prägen. Im dreischiffigen Inneren steht der Altar mit seinem Baldachin; zu sehen ist auch ein angeblich vom heiligen Leo gestiftetes kleines Heiligtum.





Der hochromanische, im Jahre 1173 begonnene Dom besteht aus goldfarbigem Sandstein und besitzt nicht nur eine Rückfront mit drei Apsiden, sondern auch eine dreigeteilte Hauptfassade mit schmalen Halbsäulen und Blendbögen; der dreischiffige, ansehnliche Innenraum weist wie die Pfarrkirche eine Krypta mit drei Apsiden auf. Der Glockenturm steht einzeln auf einer leichten Anhöhe.


Die eindrucksvolle Festung oberhalb von San Leo liegt weithin sichtbar auf einer Höhe von 600 Metern. Seit dem 18. Jahrhundert diente die Festung von San Leo dem Vatikan als Kerker. In den Jahren 1791 bis 1795 verbrachte hier als berühmtester Gefangener der Alchimist, Arzt und Freimaurer Giuseppe Balsamo, besser bekannt unter dem von ihm selbst erfundenen Namen Graf Alessandro Cagliostro vier Jahre qualvoller Haft, nachdem er von der Heiligen Inquisition wegen Ketzerei zum Tode verurteilt und seine Strafe von Papst Pius VI (1775-1799) in lebenslange Haft umgewandelt worden war. Er starb am 26. August 1795 in einem engen, als „pozzetto“ bezeichneten Verlies der Festung. Diese ist heute ein Museum.





Barbara