Donnerstag, 5. Juni 2014

386) Murales





Schon seit fast ewigen Zeiten hat der Mensch das Verlangen, seine nächste Umgebung zu verschönern, zu bebildern. Ein Beispiel dafür sind die Segel der romagnolischen Barken im Hafen von Cesenatico.
Noch weiter zurück in der Kulturgeschichte der Menschheit gehen die Wandmalereien, die beispielsweise in den Höhlen in der Dordogne entdeckt wurden.
Die Wandmalerei ist neben der Bildhauerei die älteste überlieferte Kulturleistung der Menschheit. Ihre erste Hochblüte erlebte diese Form der Kunst in römischer Zeit. Jede Villa, mochte diese noch so abgelegen sein, war ausgemalt.

Das berühmteste Fresko "aller Zeiten" ist ohne Zweifel "Das letzte Abendmahl" von Leonardo da Vinci. 



Der Renaissance-Künstler war nicht nur ein begnadeter Maler, er war auch ein guter Architekt, wie die Hafenanlage in Cesenatico beweist.
Ungefähr auf der Höhe der Barken (Foto) kann man nach links in die "Via Baldini" einbiegen. Und das ist diese Via (ganz im Hintergrund sieht man den Kanal):

Die Mauer gehört zum "Istituto religioso dei Fratelli Di San Francesco".

Auch diese Bilder gehören zu den Wandmalereien, obwohl sie höchstwahrscheinlich im Atelier gemalt wurden. Es lassen sich nämlich drei Arten von Maltechniken bei der händischen Anfertigung unterscheiden:
  • al fresco
  • al secco
  • Anfertigung im Atelier

Bilder wie die Wandgemälde an der "Via Baldini" werden auch als "Murales" bezeichnet. Dieser Begriff geht zurück auf die mexikanische Revolution und wird oft auch für Graffiti verwendet, v.a. dann, wenn diese grossflächig angelegt sind und über das blosse Taggen hinausgehen.





Ich finde, dass das, was hier an der Kapuziner-Mauer hängt, ein gutes Beipiel für viele andere trostlose Mauern werden könnte.

Barbara