Dienstag, 21. Januar 2014

Francesco, Francesco, Francesco


Francesco ist ein italienischer männlicher Vorname, der seit dem Mittelater gebräuchlich ist, in letzter Zeit aber "moderneren" Namen weichen musste. Die Beliebtheit des amtierenden PAPA Francesco wird wohl dazu beitragen, dass der Name in den Geburtsregistern wieder vermehrt auftaucht. Wir übersetzen Francesco mit Franziskus oder Franz und so ist der historisch wohl bekannteste Francesco für uns Franz von Assisi.
Welcher der beiden Engel oben ein Lausbub Franz ist, weiss ich leider nicht. :-)


Gestern stand ein Besuch der "Kirche des Franz von Assisi" auf unserem Programm. Daraus wurde aber nichts. Die Tore waren zugesperrt.

Zum Glück hat es in Catania Kirchen wie Sand am Meer und so konnten wir eine andere Franz-Kirche besuchen. Die "Chiesa di San Francesco Borgia" befindet sich an der Via Crociferi.





In der Jesuitenkirche waren zwei Krippen zu finden, wahrscheinlich die letzten Überbleibsel einer Krippen-Ausstellung um die Weihnachtszeit. Das ist die Krippe von Ivano Vecchio aus Aci Catena.

Und das ist die Krippe von Squatrito Fabio aus Catania. Schön, oder?

Am meisten beeindruckt hat mich die "Cappella die San Francesco Saverio" im rechten Seitenschiff der Kirche.

Das Werk stammt von Meister Marino aus Catania und wurde aus einem einzigen Carrara-Marmorblock gefertigt. Es zeigt den heiligen Franz Xaver, der den indischen König tauft. Im Hintergrund ist der Salomons-Tempel zu sehen.

Franz Xaver war einer der Wegbereiter christlicher Mission in Asien und Mitbegründer der Gesellschaft Jesu.


Um welchen König, der sich bekehren liess, handelt es sich?
Meine Internet-Recherchen blieben erfolglos
Ich fand nur
die Erwähnung einer Neachile Pocaraga. Sie war die Tochter des Königs Almansor von Tidor und die Gemahlin Boleif's, welcher vor der Eroberung durch die Portugiesen König auf der Insel Ternate gewesen war. Sie liess sich taufen und nahm den Namen Isabella an.

Aus dem Jahre 1760 stammt das Kruzifix eines lokalen Meisters. Es ist aus vergoldetem Holz gefertigt.


Leider, leider ist die Kirche in einem traurigen Zustand. Schade - nicht nur um die prächtigen Bilder an den Wänden.

Auf unserem Nachhauseweg kam es noch zu einem weiteren "Francesco-Kontakt". An der Via Umberto konnten wir eines der prächtigen Pferde Francesco Messinas bewundern. Dazu aber mehr im Artikel Via Umberto.