Dienstag, 14. Januar 2014

360) Castelbuono

Brunnen in Castelbuono

Dass das Wasser einfach so aus dem Wasserhahn fliesst, ist in Sizilien keine Selbstverständlichkeit. Die Insel leidet besonders während der Sommer unter Wasserknappheit, wenn nicht sogar unter Wassernot. Kein Wunder, dass hier mit dem kostbaren Nass auch Geschäfte gemacht werden. Schön wäre es, wenn sich auch die Touristen dieser Tatsache bewusst wären und die Duschen nicht bis zum Geht-nicht-mehr laufen lassen würden.


Ich beginne meinen heutigen Beitrag zu Castelbuono nicht mit dem Kastell, denn über die 1316 erbaute Festung ist schon viel berichtet worden. Ich komme zuerst auf den berühmtesten Brunnen der Stadt, den "Fontane di Venere Ciprea", zu sprechen.





Der aus dem Jahre 15. Jahrhundert stammende und im Jahre 1614 rekonstruierte Brunnen steht am Corso Umberto I. Ganz oben auf dem Brunnen sieht man Andromeada, in der zentralen Nische Venus und Amor und in den beiden Seitennischen würden sich Artemis und Aktaion befinden. Diese beiden Nischen stehen zur Zeit leer.




Wir werden wohl wegen dieses Brunnens noch einmal nach Castelbuono fahren müssen. Die Lichtverhältnisse waren (für mich) schwierig und meine Brunnen-Fotos kamen nicht gut. :-(
Ich erlaube mir ausnahmsweise, ein fremdes Foto hochzuladen. Fotoquelle





Es ging aber auch anders und es gab auch einige akzeptable Fotos:









Castelbuono gefällt mir sehr gut. Vielleicht hat das auch mit den wirklich erfreulichen Begegnungen zu tun, die wir gleich zu Beginn des Stadtbesuchs hatten. Der Signore im Häuschen beim Friedhof, wo wir unseren Amarok parkierten, und die Gastro-Studierenden aus Enna waren die Aufsteller des Tages.



Nachtrag 24.02.2018

Heute entnahm ich der Fotodatei dieses Beitrages das Wort des Tages:




Parola del giorno: la torre dell'orologgio
Wort des Tages: der Uhrturm (Uhrenturm)

Ergänzungen:



Uhrtürme (torri dell'orologgio) sind keine Glockentürme (campanili) und Glockentürme sind keine Uhrtürme. 

Ein Uhrturm, auch Uhrenturm, ist ein meist freistehender oder auf einem Gebäude aufgestellter Turm, in den eine von weitem lesbare Turmuhr eingebaut ist. In der Schweiz werden Uhrentürme auch Zeitglockentürme genannt.


Ein Glockenturm ist ein Turm, in dem zumeist Kirchenglocken, häufig in einem Glockenstuhl, aufgehängt sind. Er kann freistehend sein, an ein Gebäude angebaut oder auf einem Gebäudedach aufragen,

Beispiele von Uhrentürmen

Der Zytglogge in Bern ist ein aus dem Mittelalter stammender Uhrturm.


Foto: November 2017




Auch Solothurn hat einen Zeitglockenturm. Er ist das älteste Bauwerk der Stadt, erbaut anfangs 13. Jahrhunderts.


Foto: Oktober 2013


In Castelbuono gibt es auch einen Uhrenturm. Dieser befindet sich auf einem Gebäude an der Piazza Margherita. Das  Gebäude, auf dem der Turm steht, hatte im Laufe seiner Geschichte verschiedene Funktionen. Es diente als Kerker, als Verwaltungsgebäude und als Bank.
Die Uhr wurde erst 1791 eingebaut.







Neben dem Gebäude mit dem Uhrturm befindet sich die "Chiesa Matrice Vecchia". Ihr Turm ist eindeutig ein Glockenturm.





Und das ist ein ganz moderner "Uhrturm" in Castelbuono. :-)






PS:  Ob es sich beim Turm in Manfredonia um einen Uhrenturm oder um einen Glockenturm handelt, konnte ich (noch) nicht herausfinden.

Foto: 08.02.2018

Ich tippe eher auf "Campanile".

Mit lieben Grüssen
Barbara