Donnerstag, 5. Dezember 2013

345) Am Barbaratag im "finstern Wald"


Gestern machten wir unsere zweite diesjährige Adventsfahrt mit dem Schneider-Reisebus. Dieser führte uns aus dem Aaretal-Nebel ins sonnige und verschneite Einsiedeln. Die Gegend, wo sich heute der berühmte Wallfahrtsort befindet, soll zur Zeit Meinrads, dem ersten Einsiedler Einsiedelns, "finstere Wald" geheissen haben.


Davon ist nicht mehr viel übrig geblieben. Einsiedeln ist ein Touristenort geworden, der, einmal abgesehen von der prächtigen Klosteranlage und einigen Gebäuden am Klosterplatz, (für mich) nicht allzu viel Charme aufweist. Die Einsiedlerschanzen sind ein typisches Beispiel für das, was "Strukturbereinigung" genannt wird. Doch lassen wir das "Weltanschauliche".

Zuerst besuchten wir das Diorama.



In der grössten Weihnachtskrippe der Welt  wird die Weihnachtsgeschichte dargestellt. 450 handgeschnitzte und orientalisch bekleidete Figuren sind in der naturgetreu nachgebildetetn Gegend von Bethlehem zu sehen.




Das Diorama zeigt die Verkündigung an die Hirten, die Geburtsszene, die Ankunft der drei Könige, die Flucht nach Ägypten und unzählige andere, "kleine" Szenen.

Ich hätte stundenlang die "kleinen" Szenen bewundern können. Dazu ein Beipiel:


Nach dem Besuch der Bethlehem-Krippe teilten wir uns auf. Mein Mann besuchte die Mineralien-Ausstellung und ich die barocke Klosterkirche mit der "Schwarzen Madonna".



Gemeinsam ging's dann ins Lebkuchenmuseum und an den Weihnachtsmarkt.
Das Haus "Goldapfel", in dem sich das Lebkuchenmuseum befindet, ist das einzige vollständig erhaltene Geschäftshaus aus dem vorletzten Jahrhundert. Im Nostalgie-Laden kann man die traditionellen Einsiedler-Gebäcke auch kaufen.




Das bekannteste Wallfahrstgebäck ist der Schafbock. Auf dem folgenden Foto sind einige alte Schafbock-Model zu sehen. 



Der Weihnachtsmarkt zog sich vom Klosterplatz die ganze Hauptstrasse entlang. 


Da stand Holzhüttchen an Holzhüttchen. Viel "Neues" gab es nicht zu sehen. Als Pasta-Fan beeindruckte mich natürlich der Nudelpuppen-Stand am meisten.



Die Teigwaren-Tierchen waren wirklich allerliebst. Schade, dass da Eier-Teigwaren eingepackt waren.




Zwei Wehmutstropfen gab es an diesem Tag: Ich hatte meine Bankkarte nicht dabei. Mit der Bankkarte hätte ich gratis in die Museen gekonnt. Und deswegen habe ich die Kirche dem Mineralienmuseum vorgezogen. Und dann durfte ich nicht einmal fotografieren. Schade.

Nun gibt es halt zum Abschluss des Artikels noch zwei Winter-Bilder:




A propos Heilige: Gestern war Barbara-Tag. Barbara ist u.a. auch die Schutzpatronin der Glöckner. Eigentlich hätte ich das Musical "Notre-Dame de Paris" gestern und nicht am Montag schauen sollen. :-)
Aber schön war's auf jeden Fall in der Arena von Verona (vor dem TV) mit Esmeralda, Quasimodo (dem Glöckner von Notre-Dame), Pierre Gringoire, Claude Frollo, Febo (Phoebus), Clopin Trouillefou und Fiordaliso.



Barbara