Donnerstag, 26. September 2013

Hasenmatt

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Rio hat den Zuckerhut, Hollywood den Mout Lee, Bern hat den Gurten, Solothurn den Weissenstein und Selzach die Hasenmatt (Gipfel in der mitte des Fotos).


Der Weissenstein ist nicht nur dank der Seilbahn, die bis 2009 zum Kurhaus auf 1287 m führte, eine Berühmtheit geworden. Auch der Planetenweg, die Juraweiden, die Passstrasse, der botanische Garten, die Gebirgsflora (in Natur) und das "Nidleloch" machen die Anzeihungskraft aus. Auch ist der Weissenstein mit seinen drei Lichtern nachts ein Leuchtberg (wie: Leuchtturm), der von weit, weit her erkennbar ist. Auf dem folgenden Foto sieht man schon die Venus des Planetenweges und das Restaurant Sennhof. [img]http://up.picr.de/15954838af.jpg[/img] Aber um den Weissenstein geht es ja gar nicht, wie auch schon der Titel des Artikels vermuten lässt. Es geht um seine Nachbarin, die Hasenmatt. Das ist der Gipfel in der Mitte des folgenden Bildes. 




Die Hasenmatt hat kein Kurhaus, kein Restaurant, nicht einmal eine Sennhütte. Es führt keine Seilbahn, keine Strasse hinauf. Da gibt es keine "Ägschen", keine menschengemachte Attraktionen. Da ist einfach eine Matte (Wiese) mit Steinen, Blumen und Kräutern.

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Traumhaft schön. Mit einem Blick vom Säntis bis zum Mont Blanc. Und Stille. Man hörrt nur das Zirpen der Grillen, das Surren der Fliegen und das Gebimmel der Kuhglocken.

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Das sind Attraktionen, meine ich, die nur noch von der Tatsache, dass die Hasenmatt die höchste Erhebung des Kantons Solothurn ist, getoppt werden kann. Ja, ein bisschen ging's schon rauf und runter. Ich kann nicht behaupten, dass unsere gestrige (24.09.2013) Wanderung vom Weissenstein auf die Hasenmatt und zurück ein Spaziergang war. Insgesamt hatten wir gut drei Stunden (reine Marschzeit, ohne Pausen und Fotografieren). Aber es hat sich gelohnt! Mehr als nur gelohnt!

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Wir starteten etwa um zehn Uhr. Das Mittelland lag noch unter einer dichten Nebeldecke.

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Um die Mittagszeit kamen wir auf der Hasenmatt an. Langsam begann sich das Nebelmeer aufzulösen. Auf dem Rückmarsch - und wie näher wir dem Weissenstein kamen - tauchten immer wie mehr Leute auf. Scheinbar hatte der prächtige Septembertag viele auf den Berg gelockt. Was uns auffiel, war, dass die meisten Leute auf dem Berg nicht mehr so "kommunikationsfreundlich" sind. Sie schauen zur Seite, um das Grüssen zu verhindern, sie drücken ein kaum hörbares "Grüessech" heraus, oder sie sind sonstwie irgendwie "verschlossen". Schade, eigentlich. Viele Kontakte auf dem Berg waren für mich Ereignisse, die das Bergerlebnis noch zusätzlich bereichert haben. Ein Erlebnis war's trotzdem! Ich möchte es nicht missen, obwohl ich heute schon ein bisschen Muskelkater habe.

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