Montag, 25. März 2013

Gusseisen-Museum



Im ersten Teil des Posts findest du den Artikel, den ich im März 2013 geschrieben habe. Die Bilder im Originalartikel sind nicht anklickbar. Fotos zum Anklicken finden sich am Schluss des Beitrages.




Gestern (24.03.2013) besuchten wir das Ghisa - (Gusseisen) Museum in Longiano.



Es befindet sich an der Via Santa Maria - sozusagen im hintersten Winkel des historischen Ortskerns des Ortes. Das Besondere und Reizvolle am Museum ist, dass es in der einer Kirche untergebracht ist. Es handelt sich um die Kirche "Santa Maria delle Lacrime", die 1772 erbaut wurde.Schon beim Eingang kann man erkennen, wer hier das Sponsoring übernommen hat.



Unverkennbar: NERI SPA
Das Thema des Museums lautet: Praktischer und dekorativer Verwendungszweck von Gusseisen im Zusammenhang mit der Strassenausstattung in den letzten 150 Jahren. Zu den Ausstellungsstücken zählen v.a. Lampenständer.

Hier zuerste einige Überblicksfotos:







Und hier etwas in Stein und nicht in Gusseisen:



Wieder einmal konnten wir feststellen, wie sehr doch eine unkonventionelle Kombinationen - hier der sacrale Raum und Gusseisen - Reizvolles hervorbringen kann. Nie und nimmer hätten die Kandelaber eine solche Wirkung erfahren, wären sie in einem konventionellen Museum aufgereiht worden.

Am meisten Herzklopfen verursacht hat mir eine Original-Skizze des "Laternenkünstlers" und Gründers der NERI SPA, Domenico Neri. Das ist ja wohl verständlich, oder?






Genaue Angaben zu Ort und Öffnungszeiten:

Chiesetta di Santa Maria delle Lacrime
Via Santa Maria, 18/a - Longiano (FC)


Orari di apertura:
Sabato, domenica e tutti i giorni festivi:
• (Ottobre-Maggio) dalle 14.30 alle 18.00

• (Giugno-Settembre) dalle 15.00 alle 18.30

NERI entwirft und fertigt nicht nur neue Produkte sondern restauriert auch alte Laternen, Brunnen, und andere "Strassen-Artikel" aus Gusseisen. Direkt beim Eingang wird am Beispiel eines Kandelabers gezeigt, was eine Gusseisen-Restaurationen ist.





Durch Restataurationen kann dem Rostfrass beigekommen und die gusseisernen Kunstwerke können vor dem Zerfall gerettet werden. So geschehen auf der Piazza Montagnola in Bologna:





Oder in Irlands Hauptstadt Dublin:









In Vigevano:





Beim Militärkrankenhaus in Turin:







Es gab aber nicht nur Kandelaber zu bewundern!

Es hatte einen Brunnen:





Türklopfer:







Wasserspender (Ich weiss nicht, ob man diesen "Hahnen" so sagt):







Insgesamt: Ein kleines, aber feines Museum, das Lust auf mehr "Neriges" macht. Sei dies nun in Longiano



oder anderswo!

Fotos zum Anklicken: