Montag, 12. November 2012

Überschwemmungen


Im ersten Teil des Posts findest du den Artikel, den ich im November 2012 geschrieben habe. Die Bilder im Originalartikel sind nicht anklickbar. Fotos zum Anklicken finden sich am Schluss des Beitrages.





Heute ist Montag, der 12. 11.12. Seit Freitag Nachmittag sind wir in den Maremmen. Genauer: Auf dem "Campo Regio" in Albinia. Alles fing sehr romantisch an!




Da wir wussten, dass für Samstag und Sonntag Gewitter und Regen angesagt waren, richteten wir uns für zwei Wohnwagentage ein. Wir gingen nach Albinia einkaufen und machten alles regentauglich.
In der Nacht auf Sonntag fing es zuerst zu stürmen an. Die Markise musste eingezogen und Tisch, Stühle und Aussenküche mussten evakuiert werden. Und dann kam das Gewitter. Es blitzte, donnerte und es begann, wie aus Kübeln zu regnen. Unser Wohnwagen stand nach kurzer Zeit in einem kleinen See.

Am Morgen, als es auförte zu regnen, lief das Wasser rasch wieder ab.



Wir holten unsere Küche zurück, fütterten die Katzen des Campingplatzes und machten einen Strandspaziergang.













Wir schafften es, noch kurz vor dem nächsten Regenguss wieder zu Hause bei Mimi zu sein.



Und nun "schiffte" es durch. Begleitet von drei heftigsten Gewittern dauerte das Spektakel bis etwa um neun Uhr morgens. Wir haben noch nie ein solch andauernd heftiges Gewitter und so starke Regenfälle erlebt!Gegen fünf stand unser Wägelchen fast bis zur Treppe im Wasser. Evakuieren war angesagt.
Das Evakuationsteam: Hans in Boxer-Shorts und Barbara in Slip und Shirt.

Leider brachten wir den Troll nicht von Hand und nicht mit Mover über das kleine Absätzchen unseres Platzes. Nun standen wir schräg in der Landschaft, hoffend, dass der Wasserspiegel nicht noch höher steigen würde. Ja, mit dem Auto hätten wir es schnell geschafft. Was aber tun, wenn dieses vor dem Campingplatz deponiert werden musste und eine Schranke die Einfahrt versperrt?

Es ist dann alles gut gekommen! Die Schranke ging auf, den Troll konnten wir verschieben, das Wasser lief langsam ab.





Und dann hatten wir eine Idee.


Die Idee war die, nun, da es ja mit regnen aufgehört hatte, die Zeit für einen kleinen Einkauf zu nutzen. Gut, oder?

Also fuhren wir los Richtung Albinia. Je näher wir dem Ort kamen, desto mehr wurden die Überschwemmungen. Der Fiume Albegna war zu einem schreckenserregenden, wilden Strom geworden. Und irgendwie schien die Einfahrt nach Albinia von Wasser versperrt. Also wichen wir aus nach Orbetello. Endlich liess der Regen nach.

Aber irgendwie war es uns nicht ganz so geheuer. Mimi und unser Tröllchen so alleine auf dem Platz und dann das mit der Einfahrt nach Albinia, sprich Zufahrt auf die Via Aurelia. Wir kehrten zurück. Nach kurzer Zeit regnete es wieder - in Strömen.
Vor Albinia boten sich uns diese Bilder:









An ein Durchkommen nach Albinia und ein Rauf auf die Aurelia war nicht mehr zu denken. Und auf die Aurelia mussten wir, denn dies ist die einzige Möglichkeit, auf den Campingplatz zu kommen!!!!!
Und wir schafften es!!!!!!!!!!!!!!!!!!

SO:



Als polizeieskortierte Geisterfahrer!

Da soll mir noch einmal jemand kommen und etwas gegen die italienische Polizei sagen!
Nun sind wir seit etwa drei Stunden wieder im Wohnagen. Es regnet ununterbrochen - und das in Strömen. Vor etwa einer Viertelstunde hat es wieder zu blitzen und donnern angefangen. Wann hat dies Unwetter wohl ein Ende?

Uns geht es gut hier auf dem Campingplatz. Wir hoffen, dass das Unwetter keine Opfer fordert, und dass sich die Schäden in Grenzen halten.


Fotos zum Anklicken: