Montag, 19. November 2012

Ostia Antica


Im ersten Teil des Posts findest du den Artikel, den ich im November 2012 geschrieben habe. Die Bilder im Originalartikel sind nicht anklickbar. Fotos zum Anklicken finden sich am Schluss des Beitrages.


 



Den Beitrag zu Ostia Antica beginne ich mit einem Gedicht, das ich über diese Marmorstatue geschrieben habe.




Majestätisch

die Schöne

die Göttin

Patronin der Weisheit, der Künste und des Krieges

mit Speer und Aigis

Minerva

die Erhabene mit Flügeln

den Zeichen der Freiheit und des Sieges

Minerva victoria

die Siegbringende


Ich bleibe somit dem Marmor und den Marmorstatuen treu.

Die Minerva hatte ein riesiges Glück. Die Göttin hat den Kopf noch nicht verloren.
Nicht ganz so toll ist es diesem grossen Helden ergangen.


Kopf weg.


Pipimatz weg.

Das was da unten beim Helden weggeputzt wurde, scheint echt kein so grosser Verlust gewesen zu sein. . Oben? Das werden wir im Ungewissen stehen gelassen.

Spass beiseite: Die antiken Statuen haben das sogenannte "beste Stück" nicht überbewertet. Im Gegenteil. Künstlerich gesehen hat es gar keinen besonderen Wert, zumal es, frauenfreundlich gemeisselt, die grosse Gefahr des Abbrechens in sich birgt. Man nimmt an, dass da selten männerfeindliche Amazonen oder sexfeindliche Christen am Werk waren. Der Pipimatz fiel einfach ab. Punkt, Schluss.

Diese Abbruchgefahr bestand auch bei Armen, Nasen und all den anderen vorstehenden Sachen.

Und nun zum Kopf: Die griechischen Statuen wurden in einem Stück gemeisselt. Die Römer änderten dieses Vorgehen. Sie fertigten den Kopf separat. Bei dem teuren Marmor konnte dies erhebliche wirtschaftliche Vorteile bringen. Denn: War der Held erledigt, konnte man ihm nur einen neuen Kopf fertigen lassen.

Rübe ab, neue drauf! So schnell schafften die Römer neue Helden, Staatsmänner und andere wichtige Personen. Ich bin beeindruckt.  


Beeindruckt hat mich die ganze archäologische Ausgrabungsstätte. Nach Pompei und Herculaneum wohl das "Römischste", was wir gesehen haben.

Gerne erinnere ich mich an meinen Geschichtsunterricht bei Herrn Merz. Er konnte so wunderbar erzählen. Ich lauschte und lauschte und entwickelte wohl damals meine Vorliebe für die alte Geschichte.

Über die Wasserleitungen hat er gesprochen, über die Foren, die Tempel und über die Mosaike. Mit Kartoffelstempel durften wir ein Delfinmosaik stempeln. Und jetzt endlich habe ich es gefunden!!!!!



Da sass zwar noch einer auf dem Delfin - das war bei meinem Mosaik nicht der Fall - aber immerhin: Gefunden.

Das Mosaik befand sich auf dem Boden der Pescevendoli-Taverne.

 

Auch von den Theatern hat Herr Merz berichtet. Nie werde ich den Unterschied zwischen Theater und Amphitheater vergessen.

"Brot und Spiele" waren/sind mir fern. "Schöngeistiges" ist mir lieber.



Fotos zum Anklicken: