Sonntag, 25. November 2012

Assisi



Im ersten Teil des Posts findest du den Artikel, den ich im November 2012 geschrieben habe. Die Bilder im Originalartikel sind nicht anklickbar. Fotos zum Anklicken finden sich am Schluss des Beitrages.



Gestern (24.11.12) besuchten wir Assisi.


Der Campingplatz „Fontemaggio“ liegt etwas ausserhalb und östlich der Ortschaft. Bis zum ersten Stadttor sind es zu Fuss etwa 800 Meter. Bis zur Kirche des Heiligen Franz sind es dann sicher weitere vier Kilometer. Da es stetig abwärts geht, sind diese aber kein Problem.
Wir starteten so um 9 Uhr. Schon beim Ausgang des Campingplatzes kam uns der Nebel aus dem Tal entgegen. Welch eine eindrückliche Stimmung bot sich dem Hobbyfotografen/der Hobbyfotografin.






Mystisch

Die Eiche

Im wallenden Grau

Unweit die ewige Friedensstadt

ASSISI


Je näher wir der Stadt kamen, desto dichter wurde der Nebel. Es war kalt und es hatte nur wenig Besucher.
Zum Beispiel waren da: Hans und Barbara

Die Stimmung gefiel mir ausserordentlich gut. Durch dieses Grau des Nebels hinterlässt bei mir die Stadt des Heiligen Franz, die Stadt der Tierfreunde und Pazifisten unvergessliche Eindrücke.







Ganz oft war die Stimmung so ein Mix zwischen „Name der Rose“ und Inquisitions-Szenarien. So fast ein bisschen schaurig-grauslig.



Ganz besonders beeindruckt hat mich der Minerva-Tempel.



Für mich stehen römische Treppe, Säulen und Eingang und das angebaute christliche Gotteshaus symbolisch für den Geist Assisis. Frieden nämlich ist nur zu erreichen durch Toleranz, und zwar durch Toleranz zwischen den einzelnen Glauben.

Ich denke, es ist aber auch ganz im Sinne des „Bruders Francesco“, wenn nicht nur den bekannten Gebäuden, sondern auch den kleinen „Dingen“ in Assisi Beachtung geschenkt wird.







Bei der Kirche des Heiligen Franz war der Nebel ganz, ganz dicht.



Es hatte (leider) viele Besucher. Hans meinte, dass dies im Vergleich zu den Touristenmonaten sicher nur ganz wenige wären. Er mag wohl Recht haben, aber für mich waren es trotzdem viele. Ich finde die Stimmung in den Kirchen nicht, wenn sie von Touristen bevölkert sind. Das hört sich ein bisschen verquer an, da ich ja selber auch als Touristin Kirchen aufsuche.

Ich dachte, dass sich vor der Kirche Bettlerinnen und Bettler zu Hauf fänden. Dem war – erstaunlicherweise – nicht so. Eine einzige Bettlerin kauerte am Boden.
Warum dies so ist, entzieht sich meiner Kenntnis. Meine Meinung: Keine andere „Arbeit“ verletzt die Würde des Menschen (hier bei uns und heute) so sehr wie die der Bettelei. Deshalb bin ich dafür, das man Zustände schafft, die Bettelei nicht mehr nötig machen.

Die Kirche gefiel mir gut. Schöne, warme Farben überall, eindrucksvolle, aber nicht pompöse Bilder an den Wänden und Lichteffekte, wie sie nur in solch alten (oder altgemachten) Mauern sein können. Ganz schön. Bilder machen durfte man nicht. Verständlich.

Zu Assisi meine Elfchen-Trilogie:


Favolosa
La città
Impressionate le chiese
Città del fratello Francesco
ASSISI


Mistici
I vicoli
I muri mediovali
Le case di Dio
SPERANZA


Francesco
Gettando ponti
Il suo messaggio
Per un mondo migliore
PACE

 
Schon auf dem Heimweg, am Rande der Stadt, im Parkhaus, gab es endlich wieder einmal Römisches zu sehen.



Als wir schon auf dem Nachhauseweg waren, zeigte sich zwischendurch die Sonne. Sie hatte aber nicht die Kraft, den Nebel endgültig zu durchdringen. Immer wieder kam das Grau aus dem Tale hoch und liess den Spiegel des Nebelmeers steigen.







Assisi wird zusammen mit Peruggia Kulturstadt im Jahre 2019 sein. Kein Wunder, dass die Stadt schon jetzt herausgeputzt wird, obwohl sie - für mittelitalienische Verhältnisse - schon wirklich bestens renoviert, restauriert und sauber ist. Graffitis sind nicht anzutreffen. Ob sie wohl vorzu entfernt werden, oder ob es doch noch so etwas wie Ehrfurcht gibt?
Erst kurz vor dem Campingplatz fand ich etwas Gespraytes.



Ja, so sehe ich das auch. Die "Gusi-Sprache" hat halt zwischendurch auch ihre Berechtigung. Die Botschaft des Sprayers/der Sprayerin ist eindeutig und „Hitler“ steht als Synonym für: Unterdrückung, Gesinnungsterror, falsche Versprechungen, Krieg, Leiden und Tod. Lasst uns für den Frieden eintreten, im Hier und Jetzt, für uns selber und für alle Menschen dieser Welt.



Fotos zum Anklicken: